Beilstein in vergangener Zeit

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Beilsteiner Burg nach Merian vor ihrer Zerstörung 1689

Dieses Bild zeigt die Beilsteiner Burg vor ihrer Zerstörung durch französische Truppen Ludwigs XIV im 17. Jahrhundert. Blick von Osten aus. (Mosel liegt hinter dem Burgkomplex).


Beilstein ohne Uferstraße

Beilstein wird oft das Dornröschen der Mosel genannt - sprich hier ist die Zeit stehen geblieben. Der Sinn dieser Aussage erschließt sich, vergegenwärtigt man sich, daß es lange Zeit keine Zufahrtsstraße an der Mosel gab. Auch die Zugänge vom Hunsrück waren allenfalls Trampelpfade. Beilstein erreichte man mit der Fähre vom gegenüberliegenden Ellenz. Das Städtchen war verkehrstechnisch im Mittelalter verhaftet. (Foto etwa 1900)


Ölgemälde Beilstein 1905 v. Carl Malchin

Im Jahre 1905 wählte der Maler Carl Malchin als Motiv für sein großformatiges Ölgemälde Blick auf Beilstein und die Burgruine Metternich ziemlich genau diese Stelle. Sein Bild war eine Auftragsarbeit für das Schweriner Weinhaus Uhle, wo es ab 1906 im Schankraum seinen Platz fand. Der Zufahrtsweg nach Beilstein kann zu dieser Zeit wirklich nur als steiniger Pfad bezeichnet werden, kaum begehbar bei Regen, Eis oder Schnee.



Beilstein von Ellenz aus gesehen

So sah Beilstein vom anderen Ufer der Mosel um die Jahrhundertwende aus. (Foto ca.1900)


Lipmannterasse um 1860

Dieses dürfte wohl eines der ältesten Fotos der Beilsteiner Moselfront sein. Die Häuserreihe markiert den Verlauf der ehemaligen Stadtmauer zur Mosel hin. Das auskragende und von zwei runden Ecktürmchen umfasste Areal war der ehemalige christliche Friedhof des Ortes. Er lag in unmittelbarer Nähe der alten Pfarrkirche von 1310 auf dem Marktplatz (heute Bürgerhaus). Die Kirche ist erkennbar an dem großen Satteldach, traufseitig zur Mosel hin ausgerichtet. Der Friedhof wurde mutmaßlich bis zum Umzug der Pfarrkirche in die Klosterkirche auf dem Rammers Berg Anfang des 19. Jahrhunderts mit Grabstätten belegt. Das Bodenniveau im Inneren der Umfassung lag um etwa drei Meter über dem äußeren Niveau und bewahrte die zu Grabe Getragenen bei Moselhochwasser vor mitunter doch recht unschönen und unerwünschten maritimen Ausflügen auf den Marktplatz oder gleich auf die Mosel. Um 1850 wurde der Friedhof zu einem Gärtchen umgestaltet und schließlich baute 1875 David Lipmann – Besitzer des Hotel Lipmann – auf diesem Grund einen geräumigen Saal den „Rittersaal“ und eine wunderschöne Moselterrasse. Heute führt die Mosel Uferstraße direkt an der Mauerumfassung vorbei (etwa in Höhe der dreieckigen Maueröffnung). Am Ufer erkennbar liegen einige Nachen, die über Jahrhunderte den Beilsteinern das Befahren und Überqueren der Mosel ermöglichten. Vor einem der Nachen steht ein Mann, der für diese Aufnahme wohl einige Zeit in seiner Position verharren musste. Um 1860, als diese Fotografie gemacht wurde, gab es noch sehr lange Belichtungszeiten. Deswegen haben wir auf solchen Fotos nur recht selten Menschen und wenn, dann in einer gewissen starren Haltung. Interessant auch die beiden Häuser ganz links, da sie nicht mit der heutigen Bebauung übereinstimmen. Es gab um 1880 an der Moselhäuserfront einen großen Brand, bei dem 6 oder 7 Häuser abgebrannt sind. (Foto etwa um 1860)


MOSELFRONT vor dem Brand

Auf diesem Foto (ebenfalls um 1860 entstanden) sind zumindest sechs der abgebrannten Häuser zu sehen. (Nummer 1 bis 6). Nach einer alten Beilsteinchronik aus der Jahrhundertwende ist bei diesem Brand auch das überbaute Westportal, d.h. das Haupt- Stadttor zur Mosel hin abgebrannt. Dieses müsste dann links von Nr. 6 gelegen haben - alles hochspannend! Bis heute konnte ich noch kein Foto oder Gemälde finden um diesen Sachverhalt zu klären. Das Haus Nummer 4 kragt übrigens um zwei bis drei Meter über die Flucht der ehemaligen Stadtmauer hinaus. Es dürfte sich um einen Erweiterungsbau von Haus Nummer 2 handeln. Zu datieren frühestens in die preußische Zeitepoche ab 1815. Erst ab da wurde den Beilsteinern erlaubt über den Grund der Stadtmauer hinaus ihre Häuser zu erweitern (siehe hierzu auch: Erweiterung der Synagoge).



Stanfield um 1840




Nur recht eingeschränkte Beweisfähigkeit besitzt dieses Gemälde des englischen Malers Stanfield aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Diese englischen Maler waren in ihrer Phantasie fast nicht zu halten und sie veränderten ihre Moselmotive entsprechend dem romantischen, englischen Kunstgeschmack jener Zeit. Trotzdem hat Stanfield sich bei einigen Häusern doch weitestgehend an die Wirklichkeit gehalten. Inwieweit die Gestaltung des Portals der Realität zu diesem Zeitpunkt entsprach, hier können wir heute leider nur spekulieren.



MOSELFRONT MIT TURM

Verlassen wir den Boden der Spekulation. Diese Fotografie bildet die Moselfront ab zwischen etwa 1875 (Bau des Lipmann`schen Rittersaales und vorgelagerter Terrasse) und etwa 1910 (Teilabriss des Rundturmes an der Lipmann`schen Terrasse). Bedeutende bauliche Veränderungen fallen auf. Die vier zur Mosel hin gelegenen Häuser, die dem Brand zum Opfer fielen, wurden zwischenzeitlich ersetzt durch jetzt nur noch drei traufseitige Neubauten. Der Ortseingang zur Bachstraße hin dürfte sich somit um einiges verbreitert haben. Auch gibt es kein überbautes Eingangsportal in den Ort. Das zweite Haus von links (Zwerchgiebel mit Zwillingsfenster) kragt ähnlich wie das Vorgängergebäude über die Flucht der Nachbarhäuser hinaus. Man hat wohl die Grundmauern und Keller der Vorgängergebäude bei den Neubauten teilweise übernommen.


Moselfront nach Brand 2

Die These hat Sinn, wenn man sich dieses Foto von ca. 1890 anschaut. Kurz nach dem Brand ist erst eines der zerstörten Häuser wieder aufgebaut. Von den übrigen drei Häusern hat man zumindest einige Reste vom Kellergeschoss und den Grundmauern stehen lassen. Durch die entstandene Baulücke konnte man einige Jahre von der Mosel aus auf die Front des heutigen „Hotels Gute Quelle“ blicken. Um 1895 herum wurde diese Lücke durch eine teilweise Überbauung stehengelassener Kellergeschosse wieder geschlossen.


MOSELFRONT mit geschl. Bauluecke

Das ist hier – durch die starke Vergrößerung nicht ganz einfach – aber doch eindeutig zu erkennen. Um das Jahr 1910 hat man dann schlussendlich auch das letzte Keller- bzw. Untergeschossfragment abgerissen und den Zugang zur Bachstrasse auf die, noch heute bestehende Breite erweitert. Die beiden neu errichteten Häuser wurden auch über die ganze Tiefe des Grundstückes bis hin zum Marktplatz bebaut. Die Satteldächer erhielten damit einen sehr flachen Neigungswinkel. Für Satteldächer historischer Gebäude an der Mosel war das sehr ungewöhnlich.


BACHSTRASSE nach Abbruch letztes Kellerfragment

Nach 1910, als das Kellergeschoss des letzten Gebäudes abgetragen war, erinnerte nichts mehr an die ehemalige Bebauung. Schaut man sich aber dieses Foto (etwa 1920) genau an, entdeckt man in der Straßenpflasterung durch den Verlauf des rechten Rinnsteines noch das alte Flurstück, d.h. die ursprüngliche Bebauung rechts des Rinnsteines. Vielleicht waren die stark moseluntypischen Satteldächer ein Hauptgrund für die problemlos erteilte Abrissgenehmigung der zwei Bauten im Jahr 2010/11. Seit 2011 steht an dieser Stelle das „Hotel Villa Beilstein“, ein kompletter Neubau, der sich nach außen hin als barockes viergeschossiges Gebäude mit Mansardwalmdach zeigt. Übrigens ein schönes Beispiel dafür, wie sich ein kompletter Neubau behutsam in historisches Umfeld integrieren kann.


nord-westliche Stadtmauer

Dieser Rundturm war ehemals Teil der mittelalterlichen Stadtmauer von Beilstein. Die Häuserreihen links und rechts des Turms stehen auf den Fundamenten der Stadtmauer. Nach Niederlegung der Stadtmauer wurde die Beilsteiner Synagoge (2. Haus rechts des Rundturmes) moselseitig verlängert und somit um einiges vergrößert. Das Zollhaus ganz rechts stand bereits auf Baugrund außerhalb der Stadtmauer. Foto etwa 1910


Berlin 003_2019_04-2
Zweite Rheinische Winzerstube




In Berlin hat es um 1900, in der Französischenstrasse/ Ecke Friedrichstrasse, ein Lokal mit dem Namen II. Rheinische Winzerstube gegeben. Eines der dortigen Wandgemälde wurde 1907 als Faksimile in Form einer Postkarte an die Gäste der Winzerstube verkauft. Das Sujet dieses Wandgemäldes bildet exakt das Bildmotiv des vorhergehenden Fotos ab.


Nord-West-Turm um 1890
Älteste Aufnahme des Nord-West-Turmes
vermutlich um 1870
           
Nord-West-Turm
Nord-West-Turm um 1910

Zwischen diesen beiden Aufnahmen des Turmes liegt ein knappes halbes Jahrhundert. Hochinteressant sind die baulichen Veränderungen, die man in dieser Zeit im angeschlossenen Westtrakt des Turmes vorgenommen hat. Besaß die westliche Fassade (zur Mosel hingewandt) um 1870 nur ein winziges Fensterchen, hat man nach 1900 etliche Fenster und eine Tür in das Mauerwerk eingebrochen. Der mittelalterliche Turm und sein westlicher Annexbau in ihrer abweisenden bzw. wehrhaften Funktion wurden offensichtlich um 1900 zu Wohnzwecken umgestaltet. War der Turm um 1870 weitestgehend noch steinsichtig, hatte man ihn 40 Jahre später mit einer Putzschicht belegt.

Von „Hinter Port“ zur Alten Wehrstraße


Äußere Wehrstrasse aktuell


Die Alte Wehrstraße, so wie der Beilsteiner Tourist sie heute kennt, ist noch gar nicht so alt. Unter diesem Namen wird sie auch von kaum einem Einheimischen benannt. Für die meisten Beilsteiner ist sie immer noch „Hinter Port“ das heißt so viel wie hinter dem Tor/ außerhalb des Stadttores. So wurde sie Jahrhunderte lang bezeichnet und wir Beilsteiner sind, was Veränderungen angeht, mitunter etwas störrisch. Erst in den 1960er Jahren kam ein eifriger Verwaltungsbeamter auf die Idee Beilstein verschiedene Straßennamen zu geben. Vorher lautete die Adresse einfach Beilstein, Hausnummern gab man sich im Sinne des Gewohnheitsrechtes mehr oder weniger selber. Diesen anarchistischen Zuständen ein Ende setzend, kam es also zu richtigen Straßennamen. Historisch korrekt wählte man den etwas sperrigen Namen Alte Wehrstraße, bezogen auf die vermutete Wehrfunktion der nördlichen Stadtmauer Beilsteins an dieser Stelle. Bis zum Ausbau der Straße im Jahre 1975 sah sie noch so aus, wie auf diesem Farbfoto aus den 1960er Jahren.


Äußere Wehrstrasse um 1960


Es gibt zwar schon ein Straßenpflaster, auch ist der Bach im vorderen Bereich schon kanalisiert und liegt unter dem Straßenniveau, die Fahrbahn ist allerdings noch sehr schmal. Ein Befahren mit Gegenverkehr war unmöglich. Bis 1975 war dieses aber auch nicht nötig. Die Alte Wehrstraße endete nach etwa 100 Metern im Nichts. Jeglicher Verkehr von der Moselstraße in den Hunsrück (und auch aus der entgegengesetzten Richtung) musste sich über die Bachstraße quälen. Erst 1975 wurde die Straße als Umgehungsstraße um Beilstein herumgeführt, hierzu teilweise durch den Fels gesprengt und zweispurig ausgebaut.


Äußere Wehrstrasse Bachlauf in die Mosel


Unter der Alten Wehrstraße fließt nunmehr in einer Betonröhre ein aus den Hunsrückhöhen entspringender Bach (der Hinterbach), der in Höhe des heutigen Schiffanlegers in die Mosel fließt. Heutzutage macht er das unterhalb des Wasserspiegels und ist deshalb nicht zu erkennen. Vor dem Bau der Staustufen und der damit einhergehenden Erhöhung des Moselpegels in Beilstein um etwa drei Meter war dieses weit besser zu erkennen, wie das obige Foto aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg verdeutlicht.


Äußere Wehrstrasse - Zollhaus um 1890


Auf diesem Foto von etwa 1890 ist der Kreuzungsbereich, wo heute die Alte Wehrstraße von der Moselstra ße abzweigt fast wie ein kleiner Freiplatz gestaltet. Im linken Bildbereich ist ein abgezäunter Gemüsegarten mit drei Obstbäumen zu erkennen. Solche Gärten waren in Beilstein aus Platzgründen sehr rar.


Äußere Wehrstrasse spielende Kinder


Links im Vordergrund stehen hier vier bis fünf einachsige Karren, darauf sitzen einige spielende Kinder. Die Straße ist um das Jahr 1900 noch nicht gepflastert. Interessant zu betrachten ist auch der große Holzvorrat zwischen Synagogengebäude und Zollhaus (Holz war Jahrhunderte lang der einzige Brennstoff in den Moseldörfern zum Heizen und zum Kochen).


Äußere Wehrstrasse um ca 1910


Hier eine Fotografie, die um 1910 den besagten Bereich wiedergibt. Im vorderen linken Bildfeld ist ein Leiterwagen zu erkennen. Interessant auch die Stelle links hinter der angelehnten Sprossenleiter: Ein abgemauertes Becken für Mist, Gülle, Fäkalien und Essensreste, wie es vor hundert Jahren nahezu jedes Haus in Beilstein besaß.


Äußere Wehrstrasse um ca 1920


In dieser Abbildung sehen wir einen Winzer bei seiner Tätigkeit. Auf dem Rücken trägt er einen Spritzbehälter. Auf dem einachsigen Karren ist ein Fass befestigt. Links unterhalb des großen Baumes der - in den 1920er Jahren an dieser Stelle noch offen verlaufende - Bach.


Äußere Wehrstrasse um ca 1930


Dieses Foto dürfte in den 1930er Jahren entstanden sein. Zu sehen sind zwei Karren und ein zweiachsiger Leiterwagen, an den sich zwei Weinbergsarbeiter anlehnen. Die Straße Hinter Port ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht gepflastert und endet etwa am nördlichen Torbogen, der ins Dorfinnere führt.


Äußere Wehrstraße von oben


Diesen damaligen Straßenverlauf kann man auf dieser Fotografie (etwa um 1900 aufgenommen) recht gut nachvollziehen. Der Fotograf hatte als Standort wohl das Ende der Straße gewählt. In der linken Bildhälfte einige abgemauerte Gülle- und Misthaufen. Im rechten Bildbereich ist der offen verlaufende Bach zu betrachten. Das aufsteigende Mauerwerk aus Schieferbruchstein hat das Grundstück des Geheimen Oberbaurates Höffgen zur Straße und zum Bach abgestützt.


Äußere Wehrstrasse - Blick Richtung Mosel


Wir bewegen uns wieder zurück zum Moselufer. Etwa 50 Meter vom letzten Standort entfernt hat ein Fotograf rund 40 Jahre später diese Aufnahme gemacht. Die Hinter Port ist nunmehr um 1940 zum Großteil mit Kopfstein gepflastert. Rechtsseitig fließt der Bach im offenen Bett Richtung Mosel, in den Sommermonaten allerdings – wie hier zu sehen - eher als dünnes Rinnsal.


Äußere Wehrstrasse  offener Bach


Fast sind wir wieder am Ausgangspunkt unserer kleinen „Hinter- Port- Reise“ angelangt: Der Bach fließt etwa in Höhe des Nord- West- Turmes durch ein Sperrgitter (zum Auffangen von Ästen und Unrat) in eine unterirdische Röhre, die nach rund 30 Metern in der Mosel endet. Das macht der Bach auch heute noch, allerdings unterhalb der Wasserlinie, sodass der Beilsteintourist nichts von alle dem wüsste, hätte er nicht meine Kurzexkursion aufmerksam verfolgt.




Gasthof 'Zur Burg Metternich'

Gasthof "Zur Burg Metternich". 1636 wurde dieses ehemalige Burgmannenhaus (Burgmannen = Wachmannschaft der Burg) von den Karmelitermönchen bezogen und bis zur Fertigstellung des neuen Klosters auf dem Rammerberg als provisorisches Klostergebäude genutzt. 1693 ging das Gebäude vertragsgemäß an die Herrschaft derer von Metternich und wurde von ihnen als Kellnerei (Sitz der Finanzverwaltung) genutzt. Der Rundturm mit Kegeldach (ursprünglich der Süd-West-Turm der mittelalterlichen Stadtmauer ) wurde als Kerker genutzt. Hier wurde der später in Beilstein geköpfte Räuberhauptmann Dörfer zeitweise gefangengehalten. Teile der Stadtmauer, die Burg und Süd-West-Turm miteinander verbanden, sind im Weinberg noch zu erkennen. Foto ca.1930)



Süd Stadtmauer von Burg aus gesehen

Die südliche Stadtmauer ist auf dieser Abbildung ( aufgenommen um 1930 von der Burgruine) sehr viel deutlicher zu erkennen. Die Weinbergs- Flurbereinigung der 1960er Jahre hat sie weitestgehend zerstört. Lediglich eines der Stadttore, hier im Weinberg gelegen, wurde im Rahmen der Flurbereinigung sogar restauriert, bzw. wieder aufgebaut.



Rundturm in der südlichen Stadtmauer von 1919

In dieser Süd-Stadtmauer integriert befand sich auch jener Rundturm. Heute versehen mit einem Zeltdach aus der Mitte des 20. Jahrhunderts findet man ihn zwischen Bürgerhaus, Zehnthaus und rückseitiger Fassade des ersten Karmeliterklosters aus dem 17. Jahrhundert (heute Hotel "Haus Burg Metternich". ) (Foto etwa 1920)


Fragmente der Stadtmauer

Auf diesem knapp 100jährigen Foto sind ganz hervorragend die Fragmente der mittelalterlichen Stadtmauer zu erkennen, die Burg und Städtchen miteinander verband. Deutlich zu sehen: Die Südmauer, die sich burgabwärts bis zum Süd-West-Turm an der Mosel erstreckte. Nicht ganz so deutlich erkennt man Reste der östlichen Mauer, die sich quer durch das heutige Beilstein zog: Burgabwärts den Schloßberg herunter, über das Osttor, unterhalb des Rammerbergs (auf dem später das Kloster und Kirche erbaut wurden) bis zur nördlichen Stadtmauer (heute Alte Wehrstraße). Auf dem Foto gut zu sehen: Die treppenartig eng aneinander gebauten, teilweise auf der nördlichen Stadtmauer stehenden Fachwerkhäuser. Zu diesem Zeitpunkt besaß die Burgruine noch eine hochaufragende Nordfassade, die heute nicht mehr steht. (Foto aus dem Jahre 1908)




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